Information
Kontakt: info@documenta-dock.net
documenta-dock.net ist eine Website zur documenta 12. Entwickelt wurde sie im Rahmen eines interdisziplinär angelegten Projekts an der Kunsthochschule Kassel. Kunst wird oftmals als sperrig oder hermetisch erfahren und muss daher mit vielen Widerständen rechnen. Unser Projekt ist ein Experiment, mit dem wir erforschen wollen, ob sich das Internet mit seinen spezifischen Möglichkeiten und Modalitäten anbietet, insbesondere die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit den Fragen zeitgenössischer Kunst zu fördern.
Dafür wurde primär auf der Basis von Video-Interviews gearbeitet, die über eine inhaltliche Verschlagwortung miteinander in Beziehung stehen. Der inhaltliche Bezug zur documenta ist das Konzept des künstlerischen Leiters der documenta 12, Roger M. Buergel, der statt eines konsistenten Textes drei offene Fragen formuliert hat: Ist die Moderne unsere Antike? Was ist das bloße Leben? Was tun? Die von den Projektteilnehmern – 15 engagierte Studierende der Kunst- und Medienpädagogik, der Neuen Medien und der Kunstwissenschaft – vielfältig erweiterten Fragestellungen überschreiten das Feld der Kunst hin zu kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Themen.
Bei den über einhundert geführten Video-Interviews geht es weniger um allumfassende Darstellungen, als um Statements, Überlegungen, Einstellungen oder auch um neu entwickelte Fragen. Die Interviewpartner stammen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Sie sind Künstler, Musiker, Schüler, Kuratoren, Kunstwissenschaftler, Journalisten, Kunstkritiker, Galeristen, Museumsleute, Studierende oder Sozialarbeiter.
Projektziel ist ein Fundus von spannenden, erkenntnisreichen Aussagen und künstlerischen Beiträgen, die als Videoclips präsentiert werden und die durch das spielerisch konzipierte Interface und die semantische Verschlagwortung ein müheloses Eintauchen in die gedanklichen Weiten zeitgenössischer Kunst ermöglichen sollen.
Zudem können die User im "Dock" kleine Sammlungen ausgewählter Clips anlegen, die eigene Erkundungswege abbilden und die mit Statements kommentiert werden können. Besucher haben dadurch die Möglichkeit, eigene Spuren im documenta-dock.net zu hinterlassen und andere User zu inspirieren, es ihnen gleich zu tun.
Bevor das documenta-dock.net am 20. Juni 2007 online gegangen ist, zierte ein Trailer von Martin Böttger als Appetithappen diese Website.